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Església de Santa Maria de Sales de la Cellera – La Cellera de Ter

Die erste urkundliche Erwähnung dieser Kirche stammt aus dem 9. Jahrhundert (833-860), in Verbindung mit dem fränkischen König Karl dem Kahlen und dem Kloster von Sant Medir (Sant Gregori, El Gironès). Bereits 1080 ist sie urkundlich erwähnt als Pfarrkirche, zu der bis zum 18./19. Jahrhundert auch das Gemeindegebiet und die Burg von Anglès gehörten. Die Kirche von La Cellera ist das wichtigste historische Gebäude des Ortes, denn um sie herum entstand der Ortskern auf dem Gelände, das im Mittelalter auch als “Cellera” oder “Sagrera” (ein heiliger Ort) bekannt war.

Der romanische Bau wurde bei den Erdbeben von 1427 beschädigt. Im Innenraum sind vor allem ein Grabmal von 1348 sowie der Grabstein von Galzeran Olmera (1597) erwähnenswert.

Zwischen 1620 und 1627 war die Pfarrei kurzfristigen „unabhängig“ von dem Kirchenoberhaupt von Anglès, denn das zuständige Gericht in Rom hatte den vom Rektor von La Cellera und einem Kanoniker aus Girona eingereichten Einspruch zugestimmt und Anglès verlor damit seine eigene Pfarrrei. Daran erinnert eine rechteckige Gedenktafel, die sich an der Südfassade des Gotteshauses befindet.

Zu der Pfarrei von Santa Maria de Sales gehören heute auch die Einsiedelei der Heiligen Just und Pastor, die Oratorien des Heiligen Peregrinus und des Heiligen Benedikt von Palermo, ebenso wie die Kapelle del Carme im Kloster der Karmelitinnen.

Das heutige Aussehen der Kirche geht auf die Umbauarbeiten des 17. Jahrhunderts (1627-1645) zurück: das Gebäude wurde nach Westen hin verlängert und erhielt seine heutige Apsis, die Ausrichtung des Comunidor de la Torre de les Bruixes oder auch del Mal Temps genannt (ein kleiner, offener Tempel, in dem man Rituale zur Abwehr von Unwetter abhielt) wurde abgeändert, ebenso wurden der Glockenturm und die Fassade erneuert.