Die Einsiedelei von Santa Cristina ist bereits kurz nach dem Auftreten des Schwarzen Todes dokumentiert. Ab 1376 nahm die Verehrung der Heiligen Christina im Volk stark zu, so dass zwischen 1764 und 1772 das Heiligtum errichtet wurde, das ihren Namen trägt.
Die Kapelle ist der Schutzpatronin der Gemeinde gewidmet, der Beschützerin der Seefahrer. Im 18. Jahrhundert, als die Bevölkerung von Lloret durch die Eröffnung von Geschäften in Übersee immer reicher wurde, wollten die Einwohner der Heiligen Christina ihre Dankbarkeit zeigen. So konnte die Einsiedelei erweitert werden, um schließlich ihr heutiges Aussehen zu haben, das ausgesprochen klassizistische Züge hat.
Besonders erwähnenswert sind der Hauptaltar und verschiedene Votivgaben zum Dank an die Heilige sowie eine Sammlung von Miniaturbooten im Inneren der Kapelle. Die sogenannte Obrería de Santa Cristina ist ein Verein, der für die Instandhaltung der Kapelle und für die Pflege der mit diesem Heiligtum verbunden Traditionen verantwortlich ist. Im Laufe des Jahres veranstaltet er zwei wichtige Feste: die Pilgerfahrt zur Vergebung (zweiter Sonntag in der Fastenzeit) und die Prozession von Santa Cristina (24. Juli, das Stadtfest von Lloret).
Nur wenige Meter von der Kapelle entfernt befindet sich der Strand von Santa Cristina, gesäumt von zwei großen Hügeln, die ihn vor Wind und Wellen schützen und dafür sorgen, dass das Wasser immer ruhig ist.
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