Die Seen bilden die größte Lagune der Selva-Ebene, die laut antiken Chronisten 7 km lang und 1,5 km breit war. Dort wurden Spuren menschlicher Besiedlung gefunden, die auf die Zeit vor 150.000 bis 300.000 Jahren datiert werden. Aufgrund der stehenden Gewässer gab es zahlreiche Mücken, die als Hauptüberträger von Krankheiten wie Malaria und Moorbefall fungierten, welche unter den Bewohnern sumpfiger Gebiete weit verbreitet waren. Auf Empfehlung aufgeklärter Hygieniker des 18. und 19. Jahrhunderts wurden Maßnahmen zur Entwässerung und Trockenlegung der Lagunen gefördert, um diese Krankheiten zu bekämpfen.
Das Land wurde Anfang des 20. Jahrhunderts entwässert, wodurch die Anbauflächen erweitert werden konnten, die die wichtigste wirtschaftliche Einnahmequelle der Bewohner darstellten. Mitte des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Landnutzung aufgrund des Rückgangs der Landwirtschaft und der Ausbreitung von Pappelplantagen. Zusätzlich wurde das Land durch den Bau der Autobahn zerschnitten, was den Naturraum weiter fragmentierte.
In den letzten Jahren wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um die Landschaft und ihren natürlichen Reichtum teilweise wiederherzustellen. Aktuell sind dort einige einheimische Arten anzutreffen, die die hohe Qualität des Gebiets belegen, darunter Teichschildkröten, Sonnenbarsche, Molche, Stinktiere und Otter.
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