Ursprünglich war Sant Pere de Martorell wohl eine kleine, romanische Kirche, die wahrscheinlich zerstört wurde. Sie wurde erstmals 1185 erwähnt und war damals Teil des Klosters von Breda. Zwischen 1830 und 1840 entstand der heutige Bau, nachdem eine Choleraepidemie diese Gegend heimgesucht hatte. Die Einwohner von Martorell beschlossen damals, eine Kirche unter der Schutzherrschaft des heiligen Petrus zu errichten. Einer der Altare darin wurde dem Bildnis des Heiligen Sebastian gewidmet, um diesen um Schutz vor Seuchen zu bitten.
Das Gebäude ist kreuzförmig angelegt und hat eine barocke Fassade. Der Glockenturm hat eine quadratische Grundfläche und eine achteckige Bekrönung. Im Inneren der Kirche sind besonders die barocken Wandmalereien erwähnenswert. Neben den wichtigsten Heiligenfiguren (Petrus, Antonius und Isidor) findet man hier eine Reihe von Gemälden, auf denen die Evangelisten, Christus, der Heilige Geist, Petrus und die Engel abgebildet sind. Im Inneren ist die Kirche mit Wandpfeilern mit vergoldeten korinthischen Kapitellen verziert, die sich Altarbereich in Form von sechs Säulen verdoppeln. Die Decke ist Lapislazuli-blau gestrichen und mit goldenen Sternen geschmückt. In der Nähe der Kirche befindet sich ein kleiner Friedhof, ebenso wie das Pfarrhaus und das sogenannte „Schulhaus“.
Abonnieren Sie den Newsletter