Das Kloster Valldemaria bewahrt heute nur noch einen Teil seiner ehemaligen Anlage, jedoch ausreichend, um seine historische Bedeutung zu verstehen. Inmitten einer Tallandschaft mit Vegetation befindet sich die kleine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die in ein später um 1600 errichtetes Bauernhaus integriert wurde.
Die ursprüngliche Kirche ist vollständig in das heutige Gebäude eingebaut. Es handelt sich um ein rechteckiges Schiff mit halbkreisförmiger Apsis, von geringer Größe und in teilweise erhaltenem Zustand. Noch sichtbar sind ursprüngliche Elemente wie die Außenseite der Apsis, eine Schießscharte im hinteren Bereich sowie zwei seitliche Öffnungen, eine davon mit Rundbogen. Im Inneren ist der Chorraum durch einen leicht spitzbogigen Arkadenbogen vom Hauptschiff getrennt, ein Zeugnis der verschiedenen Bauphasen.
Im 12. Jahrhundert als eines der ersten Zisterzienserinnenklöster der Region gegründet, erlebte Valldemaria eine lange monastische Phase, bevor es ab dem 17. Jahrhundert verfiel und in einen landwirtschaftlichen Betrieb umgewandelt wurde. Nach einem langen historischen Prozess ist die Anlage bis heute mit verschiedenen Nutzungen erhalten geblieben und wurde 2014 restauriert, wobei ihr Denkmalwert in der Landschaft von Maçanet de la Selva bewahrt wurde.
Abonnieren Sie den Newsletter