Der Eintopfplatz, auch Oliva-Platz (Lluís-Companys-Platz) genannt, verdankt seinen Namen dem Eintopffest, das am Faschingsdienstag in Vidreres gefeiert wird.
Beim eintopf wird eine gemeinschaftliche Escudella zubereitet — ein traditioneller katalanischer Eintopf —, die inzwischen zum immateriellen Kulturerbe von Vidreres gehört und als eine der bedeutendsten kulinarischen Feste Kataloniens gilt. Das ganze Dorf beteiligt sich: Metzger, Bauern, Nachbarn und Ladenbesitzer steuern Zutaten bei, etwa weiße und schwarze Botifarra, Gemüse, Kichererbsen und Kartoffeln. Die Köche bereiten rund dreißig Töpfe zu je 100 Litern zu, um die große Nachfrage am Faschingsdienstag zu decken.
Am Vortag ziehen der Tradition folgend das Festkomitee, die Köche, die Pubilles und Hereus (junge Frauen und Männer, die den Ort bei Festen repräsentieren) sowie ein Umzug durch den Ortskern und die umliegenden Bauernhöfe, um die Zutaten — oder Geldspenden — einzusammeln, die am nächsten Tag im Freien in großen Kupferkesseln über Holzfeuer gekocht werden, für alle, die kommen.
Am Festtag entzünden die Köche in Festtracht bereits früh am Morgen das Feuer, über dem der Eintopf kocht. Kraft, Energie und Leidenschaft aller Beteiligten machen es möglich, dass mittags jedem ein ordentlicher Teller dieses traditionellen Gerichts serviert wird. Die Vorfreude, der Stolz und der Einsatz der gesamten Nachbarschaft machen diesen Tag zum besondersten Fest des Jahres in Vidreres.
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