Castell de Malavella – Caldes de Malavella

Das Castell de Malavella und die basaltischen Aufschlüsse

Das Castell de Malavella ist seit dem Jahr 1054 dokumentiert: In einer Urkunde über Ländereien, die von der Gräfin Ermessenda ausgestellt wurde, wird es als „castro vetulo“ erwähnt. Drei Jahre später, im Jahr 1057, gibt es erneut Nachrichten darüber: Es erscheint als „castro quod dicunt Malavella“ in einem Treueeid, der der Gräfin Almodis, Ehefrau des Grafen Ramon Berenguer I. und Sohn von Ermessenda, geleistet wurde.

Im 13. Jahrhundert gehörten Caldes de Malavella, Llagostera und das Castell de Malavella zu einer königlichen Verwaltungseinheit (batllia), die vom Grafen von Barcelona abhängig war. Im Jahr 1241 gewährte Jaume I. ihnen königliche Privilegien, die sie von bestimmten wichtigen feudalen Abgaben befreiten. Dennoch ging die Batllia de Caldes im Jahr 1324 in den Besitz von Ot de Montcada über und wurde 1375 Teil der Baronia de Llagostera unter der Verwaltung der Familie Montcada.

In Caldes de Malavella finden sich mehrere vulkanische Aufschlüsse. Der bedeutendste aufgrund seiner Größe befindet sich am Puig de Sant Maurici, wo sich ein Vulkanschlot befindet, durch den Magma, Gase und ausgeworfene Materialien aufstiegen und ausgestoßen wurden. Dieser Schlot besteht aus Hunderten von basaltischen Prismen, die etwa 4,4 Millionen Jahre alt sind.

Das Castell wurde genau in diesem Gebiet errichtet. Seine Überreste, die aus dem 12. Jahrhundert stammen, weisen aufgrund der Basaltsteine, die den Hügel bilden, dunkle und graue Farbtöne auf. Diese Steine sind Reste des alten Vulkanschlots. Es lässt sich erkennen, dass die Mauern des Castell unter Verwendung dieser Basaltprismen gebaut wurden, um die unmittelbaren Ressourcen zu nutzen und vermutlich die Kosten für Steinmetzarbeiten zu reduzieren.

Heute sind nur noch Überreste der Mauern im Norden, Osten und Süden erhalten. Das Castell bestand vermutlich aus einem ersten ummauerten Bereich, der durch zwei Mauern (im Osten und Nordosten) begrenzt war, sowie einem zweiten ummauerten Bereich mit drei quadratischen Türmen. An der nordöstlichen Ecke befinden sich die Reste der ehemaligen Kapelle des Castell, die Sant Maurici gewidmet war, mit rechteckigem Grundriss und halbrunder Apsis. An den Wänden sind noch Spuren von Wandmalereien zu erkennen, die einst die Kapelle schmückten.

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