Die Vizegrafschaft Cabrera war ein Gebiet mit eigener Regierungsform, verwaltet durch Beamte im Dienste der Vizegrafen. Vom Notar bis zum Richter, einschließlich der Generalstaatsanwälte und anderer Ämter, sorgten sie für die effektive Regierungsführung des Gebiets. Die materiellen Überreste dieser Verwaltung und ihrer Bauwerke sind noch heute in verschiedenen Teilen der Vizegrafschaft sichtbar.
Der gotische Vizegrafenpalast wurde um 1388 von Arnau Bargués (dem Architekten König Martins des Menschlichen) entworfen, von Vizegraf Bernat IV. von Cabrera gefördert und vom Bürgermeister von Blanes, Père Mollet, beaufsichtigt. Nach seiner Fertigstellung im 15. Jahrhundert diente das Gebäude als Hauptresidenz der Vizegrafenfamilie. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde der Palast verkauft und in eine Soldatenkaserne umgewandelt. Ende desselben Jahrhunderts wurde das Gebäude im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen angegriffen und gesprengt. Es sind noch viele Abschnitte der ursprünglichen Außenmauern erhalten. Gewölbeteile mit interessanten dekorativen Skulpturen ergänzen das Bild. Die an den Palast angeschlossene Kirche Santa Maria wurde 1319 zum Pfarrsitz der Stadt Blanes.
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