Església parroquial de Sant Quirze i Santa Julita – Arbucies

Die Plaça de la Vila stellt das Zentrum des historischen Ortskerns von Arbúcies dar. Vom 10. bis zum 19. Jahrhundert befand sich hier der Friedhof der Pfarrei. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof verlegt und so entstand ein Platz, an dem die Feste der Gemeinde gefeiert wurden. An dem Platz findet man einige der ältesten Gebäude des Ortes, so zum Beispiel die Kirche Sant Quirze i Santa Julita, den von Arkaden umgebenen Platz, La Gabella, Cal Notari und den beeindruckenden Baum des Platzes oder Baum der Freiheit, der mitten auf dem Platz steht.

Pfarrkirche von Sant Quirze i Santa Julita

Die einfache Pfarrkirche von Arbúcies wurde 923 geweiht, das heutige Gebäude wurde jedoch erst Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und dann im Laufe des 17., 19. und 20. Jahrhunderts erweitert und abgeändert. Das einschiffige Gotteshaus hat ein Kreuzrippengewölbe und eine polygonale Apsis, der achteckige Glockenturm wurde 1959 rekonstruiert.

Die Arkaden

Der Platz hat einen Säulengang mit Arkaden und verschieden großen Rundbögen, diese entsprechen jeweils dem Erdgeschoss der Häuser. Die Arkaden und die Häuser, ebenso wie die Pfarrkirche stammen aus dem 16. Jahrhundert. In diesem überdachten Bereich wurden früher der Wochen- und der Jahrmarkt abgehalten.

La Gabella

La Gabella ist der Name eines Herrenhauses im spätgotischen Stil. Es ist seit dem 17. Jahrhundert urkundlich erwähnt und wurde über viele Jahre hinweg als Lager und Geschäft verwendet, später dann auch als Gast- und Wohnhaus. Die Gemeindeverwaltung kaufte das Gebäude 1970 und heute befindet sich hier das Ethnologische Museum des Montseny. Der Name Gabella kommt von dem Namen einer Steuer, die man einst auf Grundnahrungsmittel zahlen musste. Und die Lager, in denen die Waren aufbewahrt wurden, für die diese Abgaben geleistet werden mussten, nannte man „Gabelles“.

Das Gebäude ähnelt vom Aufbau her anderen spätgotischen Bauten in Arbúcies. Es hat einen quadratischen Grundriss und besteht aus einem Erdgeschoss, einem Zwischengeschoss und zwei weiteren Stockwerken. Das Dach hat Schrägen an allen vier Seiten. An der Hauptfassade fällt die Tür mit Rundbogen aus Keilsteinen auf, ebenso wie verschiedene viereckige Fenster mit Fensterstürzen aus jeweils einem großen Stein. Man glaubt, dass sie von den Meistern der Häuser der Familie Brull erbaut wurde, die auch andere Häuser, Kirchen und Mühlen in Arbúcies gebaut hatten. Der Baum am Platz oder der Baum der Freihheit In der Mitte des Platzes steht eines der Symbole der Ortschaft Arbúcies. Hier handelt es sich um den Baum am Platz, auch Baum der Freiheit genannt. Er wurde von der Katalanischen Regierung 1990 zum Baumdenkmal ernannt. Der Baum, der dem Platz Schatten spendet, war für viele Maler und Dichter eine Quelle der Inspiration. Es ist zwar nicht bekannt, wann genau er gepflanzt wurde, doch laut Victor Balaguer war dies zum Gedenken der Septemberrevolution von 1868. Andere dagegen behauten, er sei 1873 gepflanzt worden zum Gedenken an die Ausrufung der Ersten Republik und als Symbol der Freiheit.

«[…] i, aixecant-se, magnífic, de puntetes,
torna a ser l’Arbre de la Llibertat.»
(„Auf Zehenspitzen richtet er sich prächtig auf,
und wird zum Baum der Freiheit“)
(Rafael Vilà i Barnils)