Can Busquets de Vallcanera – Sils

Das Landhaus Can Busquets wurde zum ersten Mal im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt. In seinem heutigen Zustand fällt es schwer, sich vorzustellen, welche Bedeutung dieses Haus für den Ort Vallcanera einst hatte. Das war vor allem gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts der Fall, denn in dieser Zeit umfasste diese Landgut dreizehn oder vierzehn Häuser, alle in Besitz eines Ehepaars, bestehend aus dem Finanzier Rafael Baster, einem wichtigen Mitglied des Verbandes der katalanischen Landbesitzer und seiner Frau, Victòria Robert. Die Geschäfte des Landgutes waren äußerst erfolgreich und Can Busquets genoss hohes Ansehen als wald- und landwirtschaftlicher Betrieb.

Auch wenn sie in Barcelona lebten, so verbrachte die Eheleute in den Sommermonaten viel Zeit mit ihren Töchtern Victòria und Maria in Can Busquets, einem Sommerhaus im neogotischen Stil, mit Gartenanlage, Teichen, Brücken und einer eigenen Kapelle, die 1897 eingeweiht wurde.

Ihrem Status entsprechend führte die Familie wohltätige Aktionen durch, wie es im Paternalismus katholischer Großgrundbesitzer von ihnen erwartet wurde. Sie waren rege am Dorfleben von Vallcanera beteiligt und organisierten kulturelle, musikalische und religiöse Veranstaltungen für die Einwohner von Vallcanera, ebenso unterstützen sie den Bau des Friedhofes und der Schule (1929).