Der Camp dels Ninots ist eine paläontologische Fundstätte, deren Geschichte drei Millionen Jahre zurückreicht, konkret in das obere Pliozän. Die Fundstätte gilt als einzigartiges Beispiel für Artenvielfalt, weshalb sie von der Regierung Kataloniens zum Kulturgut von nationalem Interesse erklärt wurde. Diese Anerkennung soll den Schutz der Umgebung fördern und die wissenschaftliche Forschung durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten unterstützen.
Der Camp dels Ninots umfasst eine Fläche von etwa 250.000 m² und ist nach den dort gefundenen besonderen Steinen benannt. Die Einwohner von Caldes sammelten dort „ninots“, rundliche Menilitopal-Steine, die sie in ihren Spielen verwendeten und die volkstümlich als „ninots“ bezeichnet wurden.
Die Fundstätte befindet sich in einem erloschenen Vulkan (dessen Kegel und Krater noch deutlich erkennbar sind), in dem sich ein See bildete, der die Entwicklung eines subtropischen Ökosystems mit sehr reicher Flora und Fauna begünstigte. Die Fauna besteht aus Tierarten, die im heutigen Mittelmeerraum undenkbar wären, wie Nashörner und Tapire, sowie Fische, Amphibien und Reptilien. Eine außergewöhnliche Fossilienvielfalt ist erhalten geblieben und wird noch erforscht.
Zur Besichtigung gibt es einen Rundweg mit vier Informationstafeln, die erklären, wie sich der Vulkan in einen See verwandelte, welche Flora und Fauna dort lebte und welche außergewöhnlichen geologischen Bedingungen die Erhaltung von drei Millionen Jahre alten Pflanzen- und Tierresten bis heute ermöglicht haben.
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